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Fussball : Größtes Fußballturnier der Menschheitsgeschichte

Sensation: TSV gewinnt Trophäe beim 40.ten Gothia-Cup

1.660 Mannschaften – Weltrekord in der Geschichte der Menschheit, über 50.000 Spieler aus 76 Nationen, die auf insgesamt 110 Sportplätzen Fußball spielen. Göteborg rief und die die U13-Fußballer des TSV wollten natürlich dabei sein. Sie waren es auch: Mittendrin in der Schule zwischen Spielern und Fans aus Uganda, Schweden, Norwegen und natürlich den kleinen Französinnen. Mittendrin auch auf dem Platz: Da schafften es die jungen TSV bis ins B-Finale und eroberten als eine von drei deutschen Mannschaften einen Pokal.

Es war großes Kino, was dort in Göteborg geboten wurde. Aber zäumen wir das Pferd von Beginn an auf:

Am Samstag, den 12.7 trafen sich 20 Kids (19 Jungs und Wencke) sowie vier Betreuer, um den Weg in die schwedische Metropole anzutreten. Es war nach den beiden Teilnahmen am Vesterhavscup 2012, dem Danacup 2013, dem Barcelona Cup 2014 bereits die vierte Auslandsreise für die TSV’er.

Zuerst ging es nach Kopenhagen. Dort wurde ein Zwischenstopp in der Jugendherberge im Ortsteil Amager eingelegt. Schnell eingecheckt und schon ging es in die Innenstadt, die zu Fuß0 besichtigt wurde. Abends wollte man dann noch das WM-Spiel um Platz 3 nahe dem Zentralstadion ansehen, doch der einsetzende Regen entschied, dass die Jugendherberge hierfür auch ein auskömmlichen Rahmen böte.

Nach einem leckeren Frühstück ging es morgens weiter mit den Autos nach Göteborg. Erwähnenswert sei, dass es schon sehr imposant war, die Storebaelt- und Öresundbrücke zu befahren. In Göteborg bezog man zunächst Quartier in der Utmarksskolan zu beziehen. Glücklicherweise freundete sich der sympathische Housekeeper Jan gleich mit den Neudorfern an und gab sowohl Betreuern als auch den Wungs einen Klassenraum.

Am ersten Abend wartete dann das erste Highlight auf die NB’ler. Das Endspiel um die Fußball-WM stand auf dem Programm. Die Hälfte des Trupps wollte das Spiel in der Schule sehen, die andere Hälfte zog es ins vollbesetzte Skandinavium, der größten Halle Schwedens mit gut 10.000 Zuschauern. Der Jubel kannte natürlich in Schule und Skandinavium keine Grenzen, als Mario Götze Deutschland in der 11 Minute zum vierten Weltmeistertitel schoss. Der Skandinavium-Tross schloss

Montag ging es gleich früh hoch, um 10.00 Uhr stand zunächst ein Fototermin auf dem Programm, um 12.00 Uhr dann das erste Spiel gegen die Fußballeliteschule GoProSports aus Dubai mit dem World Class Coach Kirk Hilton (ehem. Profi von ManU) an der Seitenlinie. Das war schon ein besonderes Erlebnis für die Neudorfer-Bornsteiner. 0:0 endete das von beiden Seiten wirklich hochklassig geführte Spiel mit guten Torchancen auf beiden Seiten. Die Neudorfer hatten die ersten 8 Minuten, danach bis zur Hälfte GoPro Sports das Spiel im Griff. Nach der Pause waren die Neudorfer deutlich Feldüberlegen, vermochten aber ihre sehr guten Einschussmöglichkeiten nicht zu nutzen, aber auch GoPro vergab zwei sehr gute Möglichkeiten. Am Ende lagen sich beide Teams herzlich in den Armen.

Abends um 19.00 Uhr fanden sich die TSV’ler im Ullevi-Stadium ein. Die Eröffnungsfeier vor 55.000 euphorisierten Besuchern stand auf dem Programm. Eigentlich passen nur 44.00 Personen ins Stadion, über 10.000 zusätzliche Gäste bevölkerten jedoch den Innenraum. Eine wahrhaft olympiareife Show folgte die kommenden gut 2,5 Stunden. Abwechselnd liefen die einzelnen Nationen auf, wurde mit Pop/Rock live eingeheizt oder mit anderen Elementen das Publikum in Staunen versetzt. Die TSV’ler verfolgten wechselweise staunend sprachlos oder aber feiernd den Aufführungen im Stadion. Es wird wohl für alle Teilnehmer ein unvergesslicher Event bleiben.

Am Dienstag ging es gleich um 9.00 Uhr früh gegen IFK Örby. Da Örby ihr erstes Spiel gewonnen hatte, kam diesem Spiel ein gewisse vorentscheidende Bedeutung zu. Die Neudorfer legten los, wie die Feuerwehr und erspielten sich Chance um Chance. Es war Kimo Heik, der nach 9:29 Minuten den Bann brach und für die 1:0 Führung sorgte. Es ging eigentlich nur noch um die Höhe des Sieges, da die Örbyer bis dato noch überhaupt nicht in Sichtweite des Neudorfer Tores gekommen waren. Ein erster Angriff über die rechte Seite brachte den Ausgleich. Gleich mehrere Spieler griffen nicht beherzt ein und der Ausgleich fiel. Danach folgte das gleich Spiel: Örby kam nicht über die Mittellinie, wir hatten Chance um Chance. Alleine acht Mal tauchten unserer Striker frei vor dem gegnerischen Torwart auf und schossen diesen schlichtweg, eigentlich unfassbar, immer wieder an. Dann fiel das 2:1 in Hälfte zwei, wiederum wie aus dem nichts. Den Örbyern war es schlichtweg das erste Mal gelungen, sich bis an den Strafraum der NB’ler heran zu spielen. Wir waren in Ballbesitz, unser Spieler rutschte weg und der Ball fand sich gut 22 Meter vor unserem Tor vor dem Fuß eines Schweden wieder. Der zog einfach ab und drinn war die Pille. 2:1. Unglaublich. Danach folgte bis zum Schluss das gleiche Spiel. Nichts mit Schwedenhappen eins, nein! Die Neudorfer versemmelten Chance um Chance und so blieb es beim 1:2. „Von 1.000 Spielen verliert man so ein Spiel nur einmal“, so die korrekte Einschätzung von TSV-Edelfan Eckhard Marxen nach dem Spiel.

Am Dienstagabend stand für vier TSV-Betreuer (Eckhard Marxen, Holger Bürgel, Kai Möller und Trainer Helge Kühl) die Leaders-Party auf dem Programm. Keiner wusste so recht was ihn im Skandinavium erwartete. Und was die Vier dann zu sehen bekamen trieb sie und die gut 5.000 anderen Gäste auf Tische und Bänke. Hölle, Hölle, Hölle ist noch untertrieben. Eine Polonäse folgte der Nächsten, mit neu gewonnenen spanischen, schwedischen und Freunden andere Nationalitäten feierte man ausgiebig das bunte Treiben auf der Bühne. Die Actors trieben das feierwütige Publikum bis zur Ekstase. Die TSV'ler hatten einen Mordsspaß.

Am Mittwoch stand um 9.40 Uhr das letzte Gruppenspiel auf dem Programm. Es ging gegen das schwedische Team aus Billesholmes. Diese hatten schlichtweg keine Chance. 10:0 hieß es am Ende für den TSV. Henningsen, Heik, Röhl, Eigentor, Striepke, Prall, Arndt trafen in Hälfte eins. Danach war Goalgetter Bastian Röhl noch dreimal erfolgreich.

Ein Remis, eine Niederlage, ein Sieg, eigentlich das beste Vorrundenteam mit der besten Tordifferenz, so ging es in die B-Runde.

Bevor es jedoch damit losging, fuhren die TSV’ler am Nachmittag ca. 70 km nördlich auf die Insel Tjörn nach Rönnang in eine wahrhaft zauberhafte Märchenbucht. Schweden, wie man es sonst nur aus Rosa-Munde-Pilcher-Filmen kennt. Alle Teilnehmer nahmen ein kühles Bad und ließen den Abend mit einem gemeinsamen Grillen ausklingen.

Am Donnerstag folgte dann der erste wahrliche Härtetest. Nachdem es die Losfee mit einem Freilos für das 64.tel Finale noch gut gemeint hatte, folgte das 32-tel Finale gegen IK Frej. Die Neudorfer spielten dabei ihr mittlerweile gewohntes Vollpressing. Der Gegner wurde dabei bereits am eigenen Strafraum attackiert. Folgerichtig sprang ein lockerer 5:0 Sieg durch Tore von Röhl, Henningsen, Striepke und zweimal Wirbelwind Kimo Heik heraus.

Abends um 19.00 Uhr wartet dann das bis dato sehr gut aufspielende Team von Holmaslunds IF (Schweden) auf die TSV’ler. 7:1 lautete der Endstand. Es scheint klar zu sein, war es aber nicht. Die Neudorfer pressten wieder vorzüglich, der Gegner hielt jedoch anfangs gut dagegen. Es war ein Doppelschlag von Heik (12. Minute) und Röhl (14. Minute) der die Gemüter der Neudorfer zunächst beruhigen sollte. Doch HIF kam auf und verkürzte nach 16 Minuten per Freistoß auf 1:2. So blieb es auch bis zur Pause. Niklas Lundius und Kimo Heik sorgten dann in der 25 Minute für die Vorentscheidung. Gefrustet vom Zwischenstand wurden die Schweden nun zusehends aggressiver. Der jungen Schiedsrichterin entglitt immer mehr die Partie. Röhl, Striepke, und Jonas Arp erhöhten auf 7:1, bevor die Aggression mit einem Tritt der Schweden in das Gesicht von Christopher Prall einen unrühmlichen Höhepunkt fand. Folge: Eine gelbe Karte für den Schweden, eine Rote für TSV-Trainer Helge Kühl. Kühl hatte der die Schiedsrichterin nur erklärt, dass dies alles unter anderem eine Folge ihrer laschen Vorentscheidungen sei und sie härter durchgreifen solle. Naja, sei es drum. 7:1 lautete der Endstand, Prall musste ins Krankenhaus (geplatzte Lippe, leichte Gehirnerschütterung). Trotzdem kannte der Neudorfer Jubel nach dem Abpfiff keine Grenzen. Man hatte es schließlich geschafft, auch am Freitag noch spielen zu dürfen.

Dort standen dann gleich drei Partien, vorbehaltlich eins zwischenzeitlichen KO'S, bei über 25 Grad auf dem Programm.

Zunächst wartete morgens um 9:15 Uhr mit BOO FF der nächste Schwedenhappen auf die Neudorfer. Es ging erneut um alles oder nichts. Die Neudorfer zeigten auch in diesem Spiel, warum sie ganz weit nach vorne gehören. Pressing in allerfeinster Ernst-Happel-Manier stand auf dem Programm. Es dauerte allerdings bis zum 17. Minute bevor Bastian Röhl die TSVNB’ler in Front schoss. Auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich ließen sich Wungs nicht beeinflussen. Es war erneut Jakob Henningsen, der mit einem zauberhaften Freistoßtor von der Strafraumgrenze insbesondere die Nerven von Trainer Kühl, der aufgrund der roten Karten ohne Worte am Spielfeldrand verweilen musste, zu Beruhigung brachte. Am Ende stand erneut ein hochverdienter 2:1 Sieg und der Einzug ins Viertelfinal um 14:10 gegen Arsenal Singapore.

Arsenal, da war doch was. Ja: Arsenal Singapore ist DER Stützpunkt von Arsenal London ins Asien mit über 2.000 Jugendspielern. Wahnsinn! Das Spiel begann, wie es schlechter nicht beginnen konnte. Gerade 7 Sekunden waren gespielt, als Striepke in einen von der linken Außenbahn geschlagenen Ball gräschte, Keeper Finn Jacobsen auf den falschen Fuß erwischte und zum 1:0 ins falsche Tor traf. „Time out – reset“, so der vergeblich geäußerte Hilferuf von Kühl zu den Asiaten. Nützt nichts, dachten sich auch die Wungs und spielten danach erneut groß auf. Allerdings prang vor der Pause nichts zählbares dabei heraus. „Spielt mutig weiter, presst den Gegner in deren Hälfte fest“, so die Aufforderung von Kühl in der Pause. Gesagt getan und siehe da: Die Tore fielen erneut wie reife Früchte. Henningsen (31 Minute), Kapitän Felix Beirow (39 .Minute) und Richard Arndt (42. Minute) sorgten für den verdienten Endstand. Am Ende dieser hochklassigen Partie lagen sich Spieler, Trainer und Betreuer beider Teams in den Armen. Was für tolle Bilder. Dann folgte für TSV-Trainer Kühl ein tolles Highlight. Bereist auf dem Rückweg zu den PKW’S laufend, kam der Arsenal-Trainer hinterher gespurtet und schenkte ihm seine Trainingsjacke. „Ihr seid so ein tolles sympathisches Team, da gebe ich meine letztes Jacke für“, so der Arsenal-Trainer zu Kühl, der gerührt das Geschenk entgegen nahm.

Halbfinale! Wow! Wahnsinn!

Es sollte noch am gleichen Tag um 19:15 Uhr gegen das dänische Team Aalborg Chang stattfinden. Zwischenzeitlich noch einmal ausruhen und alle Kräfte mobilisieren. Zur Freude der Neudorfer meldete sich Christopher Prall wieder zurück und wollte dem Team helfen. Es galt die brandgefährliche Nummer 52 aus dem Team der Dänen aus dem Spiel zu nehmen. Dabei hatten die Neudorfer zunächst großes Glück, dass Nummer 52 nach 2 Minuten den Ball gegen den Pfosten schoss, der Abpraller direkt wieder vor die Füße eines Aalborgers gelang, der den Ball jedoch völlig freistehend aus 4 Metern über das leere Neudorfer Gehäuse schoss. Fortan verbesserten die Neudorfer ihre Abwehrarbeit, gingen konzentriert zu Werke und kamen durch Allzweckwaffe Felix Strieke, der sich gekonnt gegen zwei Gegner durch setzte in der 21. Minute zur verdienten 1:0 Führung. Nach der Pause spulten die Neudorfer geschickt ihre Pressingspiel ab und kamen nach einem eigentlich bereits abgewehrten Eckball durch Niklas Lundius zum auch in der Höhe verdienten 2:0 Sieg.

Finale, oho – Finale, ohohoho!!!

Der Jubel der Neudorfer kannte keine Grenzen. Ihr Ziel, Edelmetall aus Schweden mitzubringen, war so bereits erreicht.

Trotz vorhandener Eintrittskarten zum Gothia Cup Festival zeigten sich die NB’ler äußerst diszipliniert und gingen lieber gegen 11.00 Uhr schlafen.

6.00 Uhr aufstehen, ein Ständchen für die beiden Geburtstagskinder Mika Marxen und Niklas Lundius und ab ging es nach dem Aufstehen ins Spielzentrum Heden, dem Herzen des Gothia Cups.

Um 9.00 Uhr folgte pünktlich der Anpfiff gegen Syrianska FC. Zum Vergleich: Die Herrenmannschaft von Syrianskas spielt in der höchsten schwedischen Liga (Superettan), die des TSV noch in der D-Klasse. Auch in Syrianska sind über 2.000 Jugendspieler aktiv, beim TSV noch nicht einmal 10% davon.

Ungleiche Zahlen, aber kein ungleiches Spiel, sondern eines auf Augenhöhe mit Chancen hüben wie drüben. Der TSV traf im Laufe des Spiels sogar dreimal die Latte (Heik, Henningsen und Striepke). Nach 40:31 Minuten dann der Schock für die TSVNB’ler: Nach einer Ecke herrschte etwas Konfusion im Neudorfer Fünfmeterraum. Geträumte oder gefühlte acht Mann standen um den Ball und irgendein Gegner stocherte ihn dabei über die Linie. Danach waren die Jungs mit ihren Kräften am Ende, wie der Gegner übrigens auch, so dass es leider bei der 1:0 Niederlage blieb. Die Enttäuschung wogte aber nur sehr kurz. Zunächst lag man sich auch hier mit dem sympathischen Gegner in den Armen um dann voller Stolz den Silberpokal für den 2. Platz im B-Finale sowie die zugehörigen Silbermedaillien in Empfang zu nehmen. Die Siegerehrung war dabei schon ergreifend, so dass sich einige NB’ler stolz eine kleine Träne verdrücken mussten.

Von 76 gestarteten deutschen Mannschaften stand neben dem TSV nur der TSV Havelse (Silbermedaillie U15, A-Finale) in einem Finale. Neben diesen beiden Teams war es nur dem Nienstedtener SC (Halbfinalist, U13, A-Runde) vergönnt, einen Pokal mit nach Hause zu nehmen. Was für ein toller Erfolg, nach dem 5. Platz 2011 beim Versterhavscup in Esbjerg, dem 3. Platz beim Danacup 2013, dem 2. Platz beim Barcelona Cup 2014 und dem Gewinn des Weltmeistertitels bei der Mini-WM in Bremen. Dazu der Gewinn der Kreishallenmeisterschaft 2014, der 4:2 Sieg gegen den HSV, der Sieg beim großen Hallenturnier in Brockstedt und auf dem Feld beim Dowedeit Cup in Gettorf. Auch die "normale" Saison schlossen die TSV'er als Vizemeister der Verbandsliga hinter Holstein Kiel erfolgreich ab. Eine so gute Serie in einer solch hohen Klasse hat vorher noch nie eine Fußballjugendmannschaft des TSV gespielt. Auf der Habenseite steht zudem der Gewinn der Regionalliga Nord Meisterschaft im Floorball und der Titel des Vize-Landesmeisterschaft im Floorball mit gleicher Spieler-/Trainer-Konstellation.

Nach dem Finale gab es einen weiteren Grund zur Traurigkeit. Wencke Hedwig Bürgel, einziges Mädchen im Team, verlässt die TSV'er und wechselt schweren Herzens zu Post Telekom Kiel. Der Sprung in die C-Jugendkreisliga in der kommenden Saison wäre doch ein wenig zu früh gekommen. Wencke und Papa Holger wurden mit Shirts beschenkt und traten dann die Reise in ihr Urlaubsdomiziel in Dänemark an. Danke Wencke, für die tolle Zeit mit Dir. Danke, dass Du uns zumindest beim Floorball erhalten bleibst.

Danach stand zunächst ein kühles Bad im Valhallabad, dem größten Schwimmbad Göteborgs an. Dort zeigten die Jungs, dass sie auch beim Sprung von 10 Meter Turm eine gute Figur abgeben können. Frisch geduscht und gefönt ging es dann noch auf Bootstour durch die Grachten Göteborgs. Eine Stadtführung der etwas anderen Art.

Nachdem man sich dann ausgiebig von den ugandischen Freunden
(was für tolle nette Jungs der U18 Nationalelf Ugandas) in der Schule verabschiedet hatte, begab sich der TSV-Tross um 18.00 Uhr auf die Heimfahrt, unterbrochen noch von einem tollen Bade /Grillabend nahe Göteborgs. Hier wurde dann unter großen Beifall auch Goalgetter Bastian Röhl verabschiedetet, der familiär bedingt nach Berlin umzieht. Basti hat es geschafft binnen kurzer Zeit nicht nur unglaublich viele Tore zu erzielen, sondern auch die Herzen seiner Mitspieler zu gewinnen. Zum Glück möchte er dem TSV mit einem Zweitspielrecht erhalten bleiben.

Völlig erschöpft kamen die Reisenden dann Sonntagsmorgens nach gut neunstündiger Fahrt um 7.00 Uhr wieder in Neudorf an.

„Hätte mir vor einem Jahr einer erzählt, was wir alles für verrückte Dinge machen werden und was wir so alles gewinnen, dann hätte ich ihn schlichtweg für verrückt erklären lassen. Es war ein phantastisches Sportjahr, eines dass es in unserem Verein so noch nicht gegeben hat. Ich denke, dass so etwas auch in ganz Schleswig-Holstein vermutlich seines Gleichen sucht. Aber hier stehen die Eltern und Spieler alle hinter der Idee und wollen das, machen das von Herzen und haben Lust auf Abenteuer. Da wollen wir dann auch weitermachen. Im kommenden Jahr ist die Teilnahme am Norway Cup in Oslo, dem 2. größten Jugendturnier der Welt, bereits in fester Planung. Außerdem haben wir viele Freundschaften schließen können und bereits Einladungen aus Portugal und Madrid erhalten. Dass hier war ein Turnier der absoluten Superlative. Aber jedes eist anderes und auf seine Weise schön gewesen. Ich bin wirklich stolz diese Geschichte mitschreiben zu können. Es ist alles unbeschreiblich schön und eigentlich mit gar keinem Geld aufzuwiegen“, so TSV-Trainer Helge Kühl nach der Reise. Viele Bilder können übrigens bereits in der TSV-Bildergalerie angesehen werden.

Dabei waren folgende Spieler/-in:

Tor: Finn Jacobsen, Eric Koch

Feld: Moritz Möller, Felix Beirow, Leon Kühl, Mika Marxen, Christoper Prall, Richard Arndt, Niklas Lundius, Jakob Henningsen, Kimo Heik, Bastian Röhl, Felix Striepke, Nico Kaczmarczyk, Jonas Arp, Patrick Groth, Wencke Hedwig Bürgel, Matti Marxen, Luis Kühl, Sven Lauterbach.

Trainer: Helge Kühl und Michael Huchthausen

Doc und Twittermen: Kai Möller

Film: Carsten Massau

Kasse /Mutter der Kompanie: Maren Marxen

Fahrdienst / Chefwitzeerzähler: Holger Bürgel

Choreografie / Fans: Eckhardt Marxen, Anne, Max und Marco Koch, Levke und Eike Bürgel