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Fussball : Superspiel: U13 unterliegt Makkabi Frankfurt

Trotz 1:2: Große Freude über gelungenes Wochenende

Es ging um nicht weniger als um den Titel: „Deutschlands erfolgreichste internationale U13-Fußballmannschaft des Jahres 2013“. In Frankfurt traten an: Der TUS Makkabi Frankfurt, Deutschlandgewinner des Danonecups 2013, Vertreter Deutschlands in Wembley gegen den TSV Neudorf-Bornstein, Dritter beim Danacup in Dänemark. Bevor es los ging, spielten beide Teams noch gegen den SV 07 Heddernheim. Um es vorweg zu nehmen: Die lange Reise (10,5 Stunden Anfahrt am Freitag) hatte sich für die TSV’er gelohnt. Es wurde ein ganz tolles Wochenende. Zum Reisebericht…

Am Freitag um 14,15 Uhr brachen 13 TSV’er in zwei Fahrzeugen auf nach Frankfurt. Berits am Elbtunnel erwischte sie ein 13 km langer Stau, der schier nicht enden wollte. Nach einem Zwischenstopp auf einer Autobahnraststätte kam man dann gegen 22.30 Uhr fast in der gebuchten Jugendherberge an. Wäre da nicht 2 km vorher eine Vollsperrung der Autobahn gewesen, so dass die jungen TSV’er erst um 23.15 Uhr in der direkt am Main gelegenen Jugendherberge ankamen. Dort war noch Highlife in Tüten angesagt. So machten sich die TSV’er kurze Zeit später auf eine Nachtwanderung über den Main Richtung Altstadt. Wunderschön war es diesem lauen Februarabend und die Kids zückten fortlaufend ihre Handys, um diese wunderschönen Momente festzuhalten. Gegen 1.00 Uhr nachts kam man dann wieder in der Jugendherberge an. Ins Bett? Fehlanzeige? Zu aufgeregt und zu laut war es noch in der Herberge. Was tun? Klar, eine Pizza bestellen ist doch eine gute Idee, dachten sich die Jungs. Sie hatten ihren Spaß und der sollte bei solchen Reisen auch immer im Vordergrund stehen. So kamen sie halt alle ein wenig später ins Bett als geplant.

Bereits um 7.30 Uhr ging es wieder hoch, gab es doch das Frühstück nur bis 9,.00 Uhr., Danach stand dann auch gleich eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Über den „Eisernen Steg“ ging es in die Altstadt an der Paulskirche zum Römer (dort wollen die Jungs später ihre Titel feiern) und von dort aus in die Fußgängerzone. Dort ging es zunächst nach Downtown, Skyscraper besichtigen. Vorm Commerzbank-Tower staunten die Jungs nicht schlecht. Natürlich stand der Besuch eines Sportladens auf dem Programm und dort fanden sich nicht nur Bälle an, sondern man einige sich schnell darauf, dass man ein schönes neues Ausweichtrikot bräuchte. Nur waren nicht mehr genug im Sportladen vorhanden. So ging es durch weitere vier Sportläden bis man den gewünschten Trikotsatz endlich zusammen hatte.

Danach machte man sich endlich auf den Weg nach Frankfurt-Bonames. Auf der Sportanlage des SV Bonames bekam man es zuerst mit der D-Jugendmannschaft des SV07 Heddernheim zu tun.

35 Minuten Spielzeit und nach 1 Minute stand es schon 1:0 für die TSV’er. Bastian Röhl traf aus kurzer Distanz. Nachdem Arndt eine Chance knapp vergeben hatte, schickte Kühl Lundius auf den Weg, der im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Janßen ließ sich die Neunmeterchance nicht entgehen und erhöhte auf 2:0. Kurz drang ein Heddernheimer in den Neudorfer Strafraum ein, wurde von Henningsen etwas unsanft berührt. Den Neunmeter verwandelten auch sie zum 1.2 Anschlusstreffer. Danach übernahmen die TSV’er wieder das Zepter und kamen durch Henningsen (Nach toller Vorarbeit von Heik) zum 3:1. Heik war es auch, der nach einem super Solo für den 4:1 Endstand sorgte. Zu erwähnen bleibt toller noch ein 40 Meter Freistoßhammer von Prinz Prall (abgeleitete vom HSV Prinzen Chalhanoglu), der kurz vor Schluss die Latte der Heddenheimer erbeben ließ.

Es war ein gelungener Auftakt für die TSV’er gegen einen sehr starken Gegner, der mit einem Mannschaft des jüngeren Jahrganges angetreten war.

Im nächsten Spiel traf dann Makkabi Frankfurt auf Heddernheim, hatte gefühlte 85% Ballbesitz und siegte nach tollem Spiel mit 5:0.

Nun stand also die Partie Neudorf gegen Makkabi auf dem Programm. Kurz zum Makkabi: Makkabi Deutschland ist der jüdische Turn- und Sportverband in Deutschland. Makkabi Frankfurt mit gut 1.000 Mitgliedern der größte Verein innerhalb dieser Dachorganisation. Dass die Makkabäer Fußball spielen können, hatten sie gerade mit vielen Turniersiegen in der Halle bewiesen. Dabei war unter anderem auch ein zweiter Platz bei einem Hallenturnier der Bundesligamannschaften, an dem sie teilnehmen durften. Dort ließen sie so bekannte Teams wie Nachwuchsteams von Mainz 05, 1.FC Köln oder Eintracht Frankfurt hinter ließen.

Nachdem Torwart Finn Jacobsen (Schulveranstaltung) und Stützpunktspieler Moritz Möller (Handverletzung) die Reise nicht mit antreten konnten, klagten Heik und Röhl vor dem Spiel über erhebliche Bauchschmerzen, wollten es aber zunächst versuchen.

So gingen die TSV’er etwas gehandicapt in die Partie, die es in sich haben sollte.
Zunächst war es Janßen, der nach einer tollen Kombination schön in Szene gesetzt wurde, den Ball aber gut einen Meter am Tor der Gastgeber vorbeischoss. Danach entwickelte sich gleich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams schenkten sich nichts – aber: immer absolut fair! Toller sehenswerter Fußball, der dort von beiden Teams geboten wurde.
Nach gut drei Minuten hatten die Neudorfer die Gastgeber bereits dreimal Abseits stellen können. Ein klug vorgetragener Angriff der Makkabäer und ein nicht ganz beherztes Eingreifen der Neudorfer Hintermannschaft führte zum 1:0 der Gastgeber. Röhl war es dann der nach einer Flanke übers Tor köpfte und kurz danach mit Bauchschmerzen / Übelkeit auch aus dem Spiel genommen werden musste. Mika Marxen war es dann, der sich auszeichnen durfte: Gleich zweimal parierte er klasse Schüsse der Frankfurter, bevor nun erneut die Neudorfer an der Reihe waren. Es war erneut Prall, der aus 35 Metern Anlauf nahm. Und wieder so ein Kracher, der noch abgefälscht an der Unterkante der Latte landete. Schade. Kurz darauf fiel der dann der Ausgleich. Leon Kühl bediente Nico Kaczmarczyk klug, der gekonnte auf Wirbelwind Heik weiterleitete, der wiederum aus kurzer Distanz für den Ausgleich sorgte. Großer Jubel nun auf Neudorfer Seite. Das Spiel ging dann erneut von beiden Seiten flott geführt weiter. Ein Lundius Hammer hier, ein strammer Schuss der Makkabäer dort, bis, ja, bis gut 3 Minuten vor Schluss das 2:1 für Makkabi fiel. Fast eine Kopie des ersten Tores. Die Neudorf steckten jedoch keineswegs auf. Jetzt geht’s los sagten sich die Jungs. Schade, dass Richard Arndt gut eine Minute vor Schluss einen Kopfball Zentimeter neben das Tor setzte und Prall 30 Sekunden vor Schluss einen Ball knapp über das Tor drosch.

Aus - Abpfiff!

Aber: Freude allenthalben über das tolle Spiel zweier gleichwertiger Teams.

Makkabi Frankfurt erhielt von den Neudorfern den Pokal „ Deutschlands beste internationale U13-Mannschaft 2013“. Die TSV’er freuten sich über einen kleiner Pokal und Platz zwei.

Im Anschluss aßen und unterhielte sich noch beide Mannschaften zusammen im Clubheim des SV Bonames, auf dessen Kunstrasenplatz das Spiel stattfand.

Auf der Rückfahrt ging es zunächst noch kurz in den Frankfurter Süden zur Commerzbank-Arena und DFB-Zentrale, bevor ein Zwischenstopp auf der Kartbahn in Bispingen eingelegt wurde. In einem spannenden Rennen siegte Leon Kühl vor Jonas Arp und Bastian Röhl, bei den unter 150cm Großen war Heik schneller als Janßen.

„Zunächst einmal möchte ich mich über die Gastfreundschaft der Frankfurter Teams bedanken. Sehr sehr nette Trainer, Spieler und Zuschauer dort. Diese beiden Spiele waren wirklich jeden km der Reise wert, wenn Sie auch etwas hart war. Die Jungs haben sich toll verstanden und wir haben viel Spaß gehabt. Das ist das eigentlich wichtige an solch einer Unternehmung. Die Spiele waren super. Bedenkt man, dass Makkabi in Vergleichen auch Nachwuchsteams aus den Leistungszentren der Bundesliga hinter sich lässt, dann kann man mit unserem Spiel (nach der kurzen Nacht) wirklich stolz sein. Wir waren ein gleichwertiger Gegner. Das ist doch toll für unseren Verein“, so TSV-Trainer Helge Kühl nach den Spielen.

Dabei waren:
Tor: Mika Marxen
Feld: Jakob Henningsen, Christopher Prall, Leon Kühl, Richard Arndt, Niklas Lundius, Bastian Röhl, Kimo Heik, Ben Janßen, Jonas Arp, Nico Kazmarczyk

Betreuer: Krzysztof Kaczmarczyk (Danke!) und Helge Kühl