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Fussball : D1 on tour beim Danone Nations Cup in Leipzig

Erst im Halbfinale der WM war für die D1 Schluss

Der Danone Nations Cup ist so etwas wie die WM für den jungen D-Jugend-Jahrgang. Über 2 Millionen Kinder der Altersklasse 10-12 gehen in 32 Ländern weltweit an den Start. Torben Hamann, D-Jugendtrainer bei Holstein Kiel hatte TSV-Trainer Helge Kühl den Tipp gegeben. Kurzentschlossen ging die D1 auf Reise zum Vorrundenturnier nach Leipzig mit einem Abstecher nach Berlin.

Gut 10 Tage vorher hatte man von diesem Turnier erfahren. Eltern und Kinder waren schnell begeistert und so machten sich am vergangenen Samstagmorgen 12 Kinder begleitet von Thomas Heik, Ehefrau Yvonne, Tochter und und Edelfan Yella sowie Trainer Helge Kühl auf den Weg nach Leipzig.

Bei miesem Wetter wagte man kurzentschlossen noch einen Abstecher nach Berlin zu einem japanisch gestalteten Kurztripp. Siegessäule- raus - Fotos machen- weiter. Parken unter den Linden - bei Dunkin Donuts einkehren - Brandenburger Tor - Hotel Adlon - Reichstag und Fanmeile (Eingerichtet zum Chamions Legue Endspiel Dortmund-Bayern) ansehen und weiter ging es.

Gegen 17.00 Uhr erreichte man die Jugendherberge in Leipzig. Nachdem die Betten rasch bezogen waren ging es in die Innenstadt zum Public Viewing des Endspiels. Nach dem fantastischen Spiel ging es zurück in die Herberge. Artig wie die Jungs nun mal sind, ging es auch gleich ins Bett. Am anderen Tag sollte es nämlich früh weitergehen.

Keine 10 Grad und strömender Regen, so wachte man morgens auf uns so ging es den ganzen Tag weiter. Machte nichts. Die Jungs wollten spielen. Und das taten sie verdammt gut.

Im ersten Match hatte der SC Riesa nicht den Hauch einer Chance. Nachdem man zunächst fünfmal freistehend vor dem Tor vergab, war es Abwehrchef Christopher Prall, der einmal mit nach vorne ging, sich energisch durchsetzte und den Ball so hart vors Tor spielte, das ein gegnerischer Spieler ihn nur über die Linie bugsieren konnte. "Seht ihr - so wirds gemacht"- so Prallinchen kurz und bündig zu seinen Stürmerkollegen. Das lies Ben Janßen aufhorchen, der mit einer geschickten Körpertäuschung einen Abwehrspieler ins Leere laufen ließ und dann mit einem satten Schuss zum 2:0 Endstand traf.

Danach ging es gegen den Jahrgang 2002 der SG Breitenbrunn. Bereits nach 4 Sekunden traf Janßen nach schöner Vorarbeit von Jonas Arp zum 1:0. Schnell erhöhten erneut Janßen, Luis Kühl und Luca Vogel auf 4:0. Die Torejagd sollte kein Ende haben und Prall, Luis Kühl und erneut Ben Janßen trafen zum 7:0 Endstand.

Drei Mannschaften (darunter Gastgeber Lok Leipzig) waren bei dem miesen Wetter gar nicht angetreten, vier Mannschaften wurde es wohl während des Turnieres zu kalt und sie reisten einfach ab, so auch der TSV-Gegner Panitz. Daher stand der TSV bereits rasch im Viertelfinale.

Dort ging es gegen das Team vom FC RSK Freyburg. Auch hier spielten die Neudorfer das gesamte Spiel auf ein Tor, nur die Zeit (15 Minuten je Spiel) lief ihnen zusehends davon. Auch ließen sie wieder eine Vielzahl von Chancen ungenutzt, so dass es letzlich ins 8-Meterschießen ging. Dort verschossen zunächst die Freyburger, Christopher Prall traf, dann traf Freyburg. Luca Vogel traf nur den Innenpfosten und plötzlich war alles wieder offen. Wären da nicht Jacobsen und Janßen. Keeper Jacobsen hielt und Janßen traf. 2:1 Halbfinale und unbeschreiblicher Jubel auf Neudorfer Seiten.

Sehr gut war, dass die starken Neudorfer inklusive Viertelfinale weder einen richtigen Torschuss des Gegners geschweige denn eine Torchance des Gegners zugelassen hatten.

Im Halbfinale traf man auf die U121 von RB Leipzig. Einem Team, dass unter Profibedingungen (eigener Platz mit Rasenheizung) trainiert und das souveräner Meister in der Bezirksliga Nord Sachsen (höchste Spielklasse dort, vergleichbar mit unserer Verbandsliga) mit fast 10 geschossenen Toren pro Spiel wurde. Aber: Die tsvnb'ler hielten gut dagegen, mussten sich aber zunächst mehr aufs Verteidigen konzentrieren. Nicht unverdient viel daher in der 7. Spielminute nach einer schnellen Kombination das 1:0 für die roten Bullen. Danach nahmen jedoch die Neudorfer das Zepter in die Hand, das Spiel war nun ausgeglichen und die Neudorfer kamen noch zu zwei guten Torgelegenheiten, von denen eine gut pariert wurde und ein Schuss knapp vorbei ging. Letztlich unterlag man knapp mit 1:0 gegen den späteren Turniersieger (RB siegte 1:0 im Endspiel gegen den Halleschen FC - herzlichen Glückwunsch).

Unmittelbar nach dem Spiel gab es noch ein Elfmeterschießen im Spiel um Platz 3. Nachdem Leon Kühl und Christoper Prall am wirklich glänzend aufgelegten Merseburger Keeper gescheitert waren, unterlag man hier mit 2:0. Interessiert hat das aber eigentlich keinen mehr.

Großer Jubel am Schluss: Niklas Lundius wurde von der Turnierjury zum besten Spieler gewählt. Bester Spieler einer WM-Vorrunde- so einen Titel trägt auch nicht wirklich jeder.

Komplett erfroren und völlig durchnäßt wurde sich anschließend rasch umgezogen und ab ging es gen Heimat. Dabei wurden die Autos zu rollenden Diskohöhlen umfunktioniert. Gut gelaunt (und heiser vom Singen) war man um 22.30 Uhr wieder zu Hause.

Tor: Finn Jacobsen
Abwehr: Moritz Möller, Christopher Prall, Leon Kühl, Julius Hohnholz, Tim Vogel
Mittelfeld: Luca Vogel, Niklas Lundius, Jonas Arp
Sturm: Ben Janßen, Kimo Heik und Luis Kühl
Betreuer: Yvonne und Thomas Heik, Helge Kühl
Fan: Yella Heik